Profil

  • Swan in the Night
    Schwan in der Nacht | 60x60 cm | Mischtechnik auf Papier
  • background radiation within rugs #6
    Strahlen aus dem Hintergrund des Teppichs #7 | 182x182 cm | Mischtechnik auf Leinwand, Rahmen vernäht
  • background radiation within rugs #7
    Strahlen aus dem Hintergrund des Teppichs #6 | 168x199 cm | Mischtechnik auf Leinwand, Rahmen vernäht
  • The first Meeting
    Das erste Treffen | 60x60 cm | Mischtechnik auf Papier
  • Presence of Fire and Water: beyond Icons and Iconography
    Gegenwart von Feuer und Wasser: hinweg über Ikonen und Ikonographien | 60x60 cm | Mischtechnik auf Papier
  • Bark
    Rinde | 60x60 cm | Mischtechnik auf Papier
  • The Holy Hand
    Das Heilige Land | 60x60 cm | Mischtechnik auf Papier
  • From Dragonstones to Crossstones
    Von Drachensteinen zu Kreuzsteinen | 60x60 cm | Mischtechnik auf Papier

 

Hrachyan Vardanyan bezieht seine Kraft und Inspiration für seine künstlerische Arbeit ganz wesentlich aus dem Umfeld seiner Heimat Armenien. Er greift in seinen Werken unterschiedliche Traditionen der unmittelbaren Umgebung, in der er aufgewachsen ist, auf, transformiert sie und bereitet auf dieser Grundlage seine eigenständige Kunstproduktion auf. So ist die Basis seiner Bilder geknüpftes Material, das sofort an Teppiche und die hohe Kunstfertigkeit des Teppichknüpfens in seiner Heimat erinnert.
Er bedient sich damit eines Gewebes, das eine der grundlegenden künstlerischen Ausdrucksformen orientalischer Kulturen ist und entwickelt darauf seine eigene künstlerische Sprache und Qualität.

Die so entstehenden Bilder vermitteln in der rauen Übermalung des Untergrunds und Gestaltung der Oberfläche Struktur und eine Tiefendimension, die genaue und langsame Wahrnehmung einfordern und letztendlich in eine mystische Dimension führen.

Diese Inspiration für seine Bilder geht ganz wesentlich auf die direkte Erfahrung mit „Vishapaquars“, sogenannten „Dragon Stones“ zurück, Steinmonumente, die in der armenischen Hochebene verstreut anzutreffen sind und auf die Bronzezeit zurückgehen.

In der Auseinandersetzung mit den „Vishapaquars“ fängt Hrachya Vardanyan in seiner Bildsprache jene universelle Mystik ein, die Bestandteil aller großen Weltreligionen ist, innerhalb dieser häufig umstritten aber eine unerlässliche Quelle für die Auseinandersetzung mit dem Transzendenten.

In diesem Spannungsverhältnis zwischen Material und gestalterischer Form, zwischen dem Vorhandenen und dem Unsichtbaren/Unbeschreiblichen bewegt sich der Künstler mit großer Sicherheit und Expertise. Inspirationsquelle dabei ist vor allem die Auseinandersetzung mit dem Sufismus und der sogenannten Sehfähigkeit, die die Grenzen des vorhandenen Sichtbaren transzendiert und eine „Blindheit“ erzeugt, die die Tiefe des Unsichtbaren in seinen Bildern unmittelbar erlebbar macht.